Dienstag, 17. Oktober 2017

Eine Bullerbü-Prinzessin trägt Klimperklein!

Vor kurzem habe ich im Buchhandel eine wunderbare Entdeckung gemacht! Das Buch "BABYLEICHT! Nähen mit Jersey" von Klimperklein. Es bringt soooo viele tolle und wandelbare Schnitte mit! Kein Wunder das sich Freitag das zweite Buch von Pauline Dohm in mein Nähzimmer schlich. Nicht nur das Nähbuch, sondern auch der Gedanke, der kleinen Dame etwas zu nähen.


Da wir sie und ihre Familie eh am Samstag Nachmittag besuchten, war klar, es wird ein Mitbringsel geben. Also Samstag Morgen in den Stoffladen gesprintet, eingekauft, Haushalt Haushalt sein gelassen und ran an die Maschiene. Also so wäre es im Optimalfall gewesen!


Ich kann einen Schnitt aber einfach selten so belassen wie er ist. Auch hier habe ich erstmal mit der Schere das Schnittmuster in Einzelteile zerlegt. Hier eine Teilungsnaht, dort eine Teilungsnaht und schwups lief die Zeit davon. Hätte ich es bei "normal" belassen wäre ich bestimmt fertig geworden. So war es dann aber doch kein Mitbringsel mehr und wurde am nächsten Tag nachgeliefert.


Wie ich auf den Stoff kam? Ich finde die kleine Dame ist durch und durch ein Bullerbü-Kind. So wie es im Buche steht! Sie wohnt mitten auf dem Land, in einem kleinen krummen Haus, überall spielen Kinder auf der Straße und optisch könnte sie ebenfalls aus Schweden stammen. Der pinke Retrostoff von Hamburger Liebe passt zur kleien Dame einfach zu 100%. Und da ich weiß das Mama solche Retrostoffe liebt musste es dieser sein.


Ich hatte ihn schon vor einiger Zeit im Stoffladen meines Vetrauens ins Visier genommen, ursprünglich für mich. Aber ich finde der kleinen Dame steht er tausend Mal besser. Mir währe er nach kurzer Zeit eh zu bunt geworden ;-) Ein klein wenig von diesem weich anfühlenden, aber trotzdem schön festen Retro-Jersey ist noch übrig geblieben. Vielleich verwende ich ihn für mich mal als kleines Detail an einem Uni-Hoodie.


Nun aber zurück zu kleien Dame. Neben der Bullerbü-Ähnlichkeit steckt natürlich auch in ihr eine kleine Prinzessin. Darum ist sie für mich die Büllerbü-Prinzessin. Und ich muss sagen, ich habe echt Glück gehabt! Denn was lieben Prinzessinen?! Selbsverständlich Kleider die sich drehen! Drehen ist ein absolutes MUSS!


Wie gut dass das Skaterkleid von Klimperklein den Auswahlkriterien stand hält! Dies hätte die kleine Dame beim Shooting am liebsten die ganze Zeit demonstriert. Wundert euch übrigens nicht über die Flecken am Saum! Prinzessinen die sich drehen stürzen auch schonmal ins Gras, besonders wenn ihr erster Name Bullerbü ist ;-)


Ich perönlich muss sagen, das Kleid hat mich sehr überrascht, im positiven Sinne! Genäht habe ich dieses extra eine Nummer größer, in 116, damit es noch was läneger passt. Trotzdem sitzt es super. Ich dachte die Bullerbü-Prinzessin würde darin versinken, was meiner Meinung schnell einen Nachthemd-Effekt aufkommen lässt, aber nein!


Die Ärmel sind bereit zum mitwachsen und auch die Rocklänge ist darauf ausgelegt, aber am Oberkörper sitzt es trotzdem spitze. Ich bin echt begeistert!


Die Mama der kleinen Dame ist ebenfalls begeistert und überzeugt, dass dieses Kleid sogar irgendwann noch als Tunika gertragen werden kann. Nach drei Mädchen hat man ein Auge für sowas ;-)


Verziert habe ich das "Skaterkleid" mit einer kleinen grünen Schleife und Bling-Bilng-Stein am Brustbereich. Der grün-mellierte Stoff ist übrigens ebenfalls ein Jersey, irgendwann einmal erstanden auf dem Stoffmarkt.


Da im Herbst oft der Wind über die offenen Felder weht und die kleine Dame ja wie oben erwähnt auf dem Land wohnt, gab es noch ein Wende-Beanie in den passenden Farben dazu. Es ist ein Freebook von Pattydoo und für groß & klein nähbar. Toller Allrounder!


Der Bullerbü-Prinzessin wünsche ich nun ganz viel Freude mit ihrem neuen Drehkleid, auf das es sie lange begleiten darf!


Kommt gut in den Dienstag und habt einen schönen Tag!

Eure Vanessa!


Stoff: My Aunties Anna von Hamburger Liebe in pink - Hilco, grün-melierter Jersey - Stoffmarkt

Schnittmuster: Skaterkleid - Klimperklein, Beanie Mütze - Pattydoo

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Donnerstag, 12. Oktober 2017

Lang, lang ist`s her...

... als ich diesen Mantel anfing zu nähen. Damals war ich noch im Nähkurs, den ich auf Grund des Studiums schon seit über einen Jahr nicht mehr besuchen kann. Das fehlt mir sehr und nachdem ich gestern eeendlich den Mantel fertig nähte, musste ich an viele schöne Nähabende zurückdenken!


Den ersten Stich an den "Everyday wear"-Mantel setzte ich vor zwei Jahren. Damals wollte ich ihn für den Herbst nähen. Da er innen komplett gefüttert ist, dauerte das Projekt über meherere Kursabende an.


Als eher ungeduldiger Mensch beschloss ich irgendwann ihn zu Hause weiter zu nähen und im Kurs ein neues Projekt zu starten. Typisch für mich! So weit, so gut! Das neue Projekt begann, der unfertige Mantel staubte zu Hause ein. Warum?! Weil ich mir unschlüssig über die Ärmelabschlüsse war und der Mantel mir im gesamten zu weit vorkam.


Bevor ich mir nun lauter Gedanken über einen Kordel- oder Gummizug im Taillenbereich, sowie normale Abschlüsse vs. Bündchen am Ärmelsaum machen musste, strich ich das gute Stück lieber aus meinem Gedächnis. Ebenfalls typisch für mich :-) Kennt ihr das??? Da widmet man sich doch lieber einem neuen Stück!


Als im Sommer nun meine Semesterferien näher rückten, beschloss ich allerdings erst all meine angefangenen Werke zu Ende zu nähen, bevor mir was neues unter die Maschiene holte. Juhu (ironisch)...darunter viel auch der Mantel. Kurz und knapp: Ich nähte die Ärmel mit dem Innenfutter falsch zusammen, war gefrustet und der "Everyday wear" bekam wieder einen Platz in der letzten Ecke.


Vor ein paar Tagen dann nahm ich mir noch einmal all meine Muße zusammen und nähte ihn weiter. Ich wollte nicht noch ein weiteres Jahr warten um ihn im Herbst tragen zu können. Und natürlich hatte ich den Ansporn ihn euch zu zeigen. Mir gefällt er nun, endlich fertig, richtig gut!


Nein es gab keinen Kordelzug! Rückblickend kann ich sagen, zum Glück habe ich mit dem Fertignähen so lange gewaretet. Damals hätte ich bestimmt einen Korderlzug eingenäht, mitlerweile finde ich den Mantel eher locker getragen schöner.


An die Ärmelsäume nähte ich zu Erst jeweils ein Bündchen, dann trennte ich alles weider auf um Ärmel mit Futter "normal" zusammen zu nähen. Die Bündchen wirkten im Gesamtbild nicht stimmig, eher wie ein Stilbruch.


Am meisten liebe ich das, im Alltag nicht sichtbare, Innenfutter. Es ist in barocker Optik in sich gemustert, gepaart mit der auberginen Farbe ein Träumchen. Auf den folgenden Bildern kann man dies noch einmal genauer sehen. Parktisch ist auch der Aufhänger, den ich anders als früher, mitlerweile in jede Jacke einnähe, damit sie nicht ständig von der Garderobe rutscht.


Der "Everyday wear" Mantel ist in der Ottobre ursprünglich aus Softshell genäht. Ich finde er kann aber auch, wie in meinem Fall, aus Steppstoff genäht werden, ohne Abzüge in der Passform zu bekommen. Die Ottobre Frühjahr/Sommer 2/2015, aus welcher dieses Schnittmuster stammt, ist zu meiner absoluten Lieblings-Nähzeitschrift gewurden, da sie so viele schöne, sportliche Basics mitbringt. Ein anderes habe ich euch bereits hier gezeigt.


Alle benötigten Materialien für diesen Mantel sind aus dem Stoffladen meines Vertrauens. Ich habe gestern Morgen noch schnell Nachforschungen betrieben, aber da der Steppstoff schon sooo lange vergriffen ist, war nicht mehr klar, zu welchem Hersteller er ghört. Tja, selber schuld wenn man zwei Jahre zur Fertigstellung braucht ;-) Die Ärmel und die Kaputze sind aus einem gummierten Stoff.


Damals habe ich in einem Laden einen Matel mit Kunstleder an Ärmeln und Kaputze gesehen, als gut befunden und als "Vorbild" genutzt. Ich glaube mitlerweile ist die Kombi nicht mehr der größte Trend, was mich allerdings nicht stört. Ich mag es immer noch! Und vor allem ist der Mantel shön kuschelig. Das findet auch Hundi!


Nun wünsche ich euch einen guten Start in den Donnerstag!

Liebe Grüße Vanessa!



Schnittmuster: "Everyday wear" Kurzmantel aus der Ottobre Frühjahr/Sommer 2/2015

Stoff: Steppstoff/gummierter Stoff/Futterstoff - ?, Reißverschlüsse - YKK

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Donnerstag, 5. Oktober 2017

Neue Sternenliebe?!

Eigentlich sind Sterne auf Anziehsachen nicht so meins. Ich glaube weil es eine Zeitlang so modern war. Auf jedem T-Shirt, Pullover oder Schmuckteil war ein Stern abgebildet. Ich mag es lieber etwas individueller, also war Stern raus. Dann entdeckte ich allerdings diesen schwarz/grauen Sommersweat.


Ich muss sagen, ich war von dem Sternenstoff nicht sofort angetan, aber manchmal muss man einander einfach besser kennen lernen bis es funkt, wie im waren Leben :-P Nachdem ich ihn ein paar mal angefasst hatte musste er also mit!


Daraus entstanden ist ein herbstlicher Pullover für die kühleren Tage, sowie es von Anfang an mein Plan war. Dafür finde ich den Sommersweat einfach perfekt. Nicht zu warm, nicht zu kalt. Im Wintersweat bekomme ich in der Wohnug und vor allem auf der Arbeit oft Hitzewallungen, da muss immer das Zwiebelprinzip herhalten. Hier zum Glück nicht!


Ihr merkt schon, ich bin begeistert. Ein Hoch auf den Sommersweat im Herbst und Winter! Und die Sterne?! Als ich den Stoff zu Hause auspackte war ich begeistert.


Beim nähen dann nicht mehr ganz so und zum schluss....ich mag ihn total! Würde mir glatt noch was draus nähen. Wie wäre es vielleicht mit einem Halstuch?! Ich glaube es ist eine Strenenliebe entstanden! Verliebt!


Der Schnitt ist wie immer mein Allrounder. Die Pauline von MiouMiou. Ja genau, man erkennt ihn durch die Änderungen kaum wieder. Ich find die Passform dieses Schnittmusters einfach top und liebe es, dieses in allen möglichen Varianten zu ändern. Diesmal seht ihr, passend zum Pulli, einen schwarze Stern auf der Rückseite.


Diesen habe ich mit Vliesofix auf den Pullover gebügelt und dann mit grauen Knopflochgarn abgesteppt. Das Knopflochgarn wirkt etwas rustikaler, der 3-Fach-Steppstich mit "normalen" garn tut es aber auch ;-) Der applizierte Stern an sich besteht aus Viskosejersey.


Der schwarze Viskosejersey findet sich ebenfalls im inneren des Kragens wieder. Hier habe ich bewusst diese leichte Stoffart ausgewählt, damit der Kragen auch noch schön fällt. Schließlich ist der Sommersweat an sich ewtas fester. Zudem habe ich den Kragen seeehr lang geschnitten, um einen netten Fall, aber auch etwas Halswärme zu erhalten.


Zudem verziert Snapap, wie bei den meisten meiner Pullover, die Kordelenden und Ösen. Ich liebe diesen Look einfach und selbst wenn ich es mir ganz fest vornehme, kann ich nicht wiederstehen. Es macht für mich den lässigen, aber schicken look einfach perfekt.


Die Ärmelsäume, sowie der untere Bauchbereich enden mit schwarzem Bündchenstoff. Hier allerdings die Winter- und nicht Sommerware. Ich mag lieber die etwas dickeren und festeren Bündchen. Eindeutig Geschmackssache, für mich angenehmer zu tragen.


Um nochmal auf den Schnitt des Pullover zurück zu kommen. Ich bin da einfach ein Gewohnheitstier. So wie im Restaurant. Wenn ich im Restaurant etwas zu essen bestelle, nehme ich immer das gleiche Gericht. Da weiß ich das es scheckt. Warum was anderes ausprobieren?! Ähnlich ist es bei dem Schnittmuster von MiouMiou. Ich verspreche auch aber hiermit mal einen anderen auszuprobieren, ab von alten Wegen. Beim nächsten Mal ;-)


 Nun einen schönen Abend und machts gut!
Habt ein entspanntes Wochenende!


Liebe Grüße eure Vanessa!



Schnittmuster: Pauline - MiouMiou

Stoff: Sternen- Sommersweat - Glünz, schwarzer Viscosjersey - Swafing, Bündchen - Swafing, Ösen - Prym, Kordel - Unionknopf

Verlinkt bei: Rums